Das Buch enthält Nachrufe und Würdigungen, einen bebilderten biografischen Eingangsteil aus der Feder des Künstlers, einen Einblick in seine Studientätigkeit sowie im Hauptteil einen Querschnitt seines Werkes und der verwendeten Techniken.


Viktor Hermann war Autodidakt. Dennoch wurde er aufgrund seiner gründlichen Kenntnisse der Farbenlehre und seines tiefgründigen Verständnisses für die Natur und ihre gestalterischen Ausdrucksformen als Lehrer an die damalige Kunstgewerbeschule Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste) berufen. Seine philosophische und phänomenologische Betrachtungsweise ermöglichte ihm Naturstudien, welche die Essenz des Lebendigen zum Ziel hatten, was er auf die ihm eigene Weise zu vermitteln verstand und bei vielen seiner Schüler Enthusiasmus fürs künstlerische Schaffen auslöste, welcher bis heute Bestand hat.


Während 22 Jahren unterrichtete er mit grosser Hingabe an Vorkurs- und Zeichenlehrerklassen sowie an Abendkursen. Nebenher, davor und danach schuf er Tausende künstlerischer Werke: Zeichnungen, Öl- und Temperabilder, Hinterglasbilder, Aquarelle, Lithografien, Holz- und Linolschnitte. Zu seinen besonderen Werken gehören Farbstift- und Kugelschreiberzeichnungen von außerordentlicher Dichte und Prägnanz. In späteren Jahren überzog er vermehrt seine Werke mit Punktrastern und Schraffurbündeln verschiedener Art. Damit erzielte er eine simultane Farbentstehung, eine Farbverschmelzung im Auge des Betrachters.


Das Buch verweist auf Viktor Hermanns Forschung an Farben und Formen, deren Entstehung und Ausdruckskraft sowie der Umsetzung des Erkannten und enthält aufgezeichnete Studien und Reproduktionen künstlerischer Werke.